Die klassische China-Rundreise in 2 Wochen führt von Beijing über Xi'an, Chengdu oder Guilin, Hangzhou und Suzhou nach Shanghai, verbunden per Schnellzug. Deutsche, Österreicher und Schweizer mit gewöhnlichem Reisepass können für bis zu 30 Tage visumfrei einreisen, und zwar bis 24:00 Uhr am 31. Dezember 2026. Wer individuell reist, bestimmt Tempo und Unterkünfte selbst, mit oder ohne Privatguide.
Wie sieht eine China-Rundreise in 2 Wochen aus?
Eine 14-tägige Route mit sechs Stationen funktioniert gut, wenn jede Stadt einen klaren Schwerpunkt hat. Die Tagesverteilung unten ist eine Routenidee und kein fester Fahrplan.
Die Strecke führt von Nordchina über das Landesinnere bis an die Ostküste. Beijing eignet sich als Einstieg mit Kaiserpalästen, Parks und Altstadtvierteln. Xi'an bringt die Terrakotta-Armee und die alte Stadtmauer, Chengdu ein ruhigeres Tempo und Pandastationen. Hangzhou und Suzhou ergänzen die Reise um Seen und Gärten, bevor Shanghai den Abschluss bildet.
| Tag | Ort | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| 1 | Beijing | Ankunft, Orientierung, erster Spaziergang |
| 2 | Beijing | Verbotene Stadt, mit Reservierung |
| 3 | Beijing | Große Mauer, Abschnitt nach Wahl |
| 4 | Beijing | Sommerpalast, Hutong-Viertel |
| 5 | Xi'an | Anreise per Schnellzug, Stadtmauer |
| 6 | Xi'an | Terrakotta-Armee |
| 7 | Xi'an | Muslimisches Viertel, Glockenturm |
| 8 | Chengdu | Anreise, Pandastation |
| 9 | Chengdu | Teehäuser und Umland |
| 10 | Chengdu | Puffertag oder freier Tag |
| 11 | Hangzhou | Anreise, Westsee |
| 12 | Suzhou | Klassische Gärten |
| 13 | Shanghai | Anreise, Bund |
| 14 | Shanghai | Altstadt, Abreise |
Die Verbotene Stadt braucht frühzeitige Vorbereitung. Laut dem offiziellen Buchungsportal des Palastmuseums gibt es keine Tagestickets. Die Reservierung läuft auf den eigenen Namen, und Ausländer buchen mit dem Reisepass. Tickets werden sieben Tage vor dem Besuch um 20:00 Uhr freigeschaltet. Pro Ausweis ist ein Ticket pro Tag erlaubt, und am Eingang zählt der Originalreisepass. Der einzige Eingang ist das Meridian Gate auf der Südseite. Das Museum ist montags geschlossen, außer an gesetzlichen Feiertagen, und pro Tag sind höchstens 40.000 Besucher zugelassen.
Planen Sie einen Puffertag ein, etwa Tag 10 im Plan, damit ein verpasstes Zeitfenster nicht die gesamte Route verschiebt. Guilin kann Chengdu ersetzen, wenn Sie Landschaft statt Großstadt bevorzugen. Dann ändern sich die Zugstrecken, und Sie prüfen die Verbindungen vorab auf 12306.
China-Rundreise 3 Wochen: Welche Erweiterungen lohnen sich?
Eine dritte Woche lohnt sich vor allem, wenn Sie Landschaft und Regionalkultur stärker gewichten. Yunnan, Zhangjiajie oder eine Seidenstraßen-Route sind die gängigen Erweiterungen, wobei die Seidenstraße besondere Transitregeln berührt.
Yunnan im Südwesten richtet sich an Reisende, die Berglandschaften und Minderheitenkultur erleben möchten. Kunming, Dali und Lijiang lassen sich als eigener Block im Anschluss an Chengdu einplanen. Zhangjiajie in Hunan eignet sich für Naturliebhaber, die die Felssäulen des Wulingyuan-Gebiets sehen möchten. Auch diesen Block planen Sie als eigenen Abschnitt und prüfen die Anbindung auf 12306.
Die Seidenstraßen-Route führt durch Gansu und Xinjiang. Für die 240-Stunden-Transitregelung zählen beide Regionen nicht zu den erlaubten Gebieten, ebenso wenig Tibet. Wer Transit mit einer solchen Route verbinden möchte, muss das deshalb vorab prüfen.
Tibet ist ohnehin kein Zusatz für Eilige. Tibet braucht eine gesonderte Tibet-Reisegenehmigung, unabhängig von einem chinesischen Visum. Die visumfreie Einreise allein öffnet Tibet nicht. Details dazu finden Sie in unserem Beitrag zur Tibet-Reisegenehmigung.
Als Faustregel gilt: Jede zusätzliche Region braucht mindestens zwei Tage, sonst wird die Route hektisch.
Was gilt 2026 für Ihre Reise?
Für Reisen 2026 sind drei Punkte wichtig: die visumfreie Einreise bis Jahresende, die kostenlose Online-Ankunftskarte und die Zahlungsgrenzen für Mobile Payment. Dazu kommt die 240-Stunden-Transitregelung, falls Sie China auf dem Weg in einen dritten Staat durchqueren.
Die chinesische Visastelle hat am 26. August 2026 die einseitige Visumfreiheit für gewöhnliche Reisepässe bis 24:00 Uhr am 31. Dezember 2026 verlängert. Sie gilt unter anderem für Deutschland, Österreich und die Schweiz, für Tourismus, Familienbesuche und Transit. Der Aufenthalt darf höchstens 30 Tage dauern. Die Shanghaier Regierungsauskunft ergänzt, dass die 30 Tage ab dem Folgetag der Einreise zählen. Der Reisepass muss mindestens für den gesamten Aufenthalt gültig sein, vorläufige, Notfall- oder Reisedokumente sind nicht zugelassen. Als Nachweis des Reisezwecks empfiehlt sich, Einladungsschreiben, Flugtickets und Unterkunftsbuchungen mitzuführen. Für Arbeit, Studium oder Journalismus gilt die Regel nicht. Die Entscheidung trifft die Grenzkontrolle.
Eine Verlängerung über den 31. Dezember 2026 hinaus war zum Stand 18. Oktober 2026 nicht angekündigt. Prüfen Sie die offizielle Mitteilung kurz vor Ihrer Buchung.
Die Nationale Einwanderungsbehörde (NIA) betreibt seit dem 20. November 2025 einen Online-Dienst für die Ankunftskarte. Er ist kostenlos. Nutzen Sie offizielle Kanäle wie die NIA-Website, Regierungsplattformen, die App NIA 12367 oder die Mini-Programme in WeChat und Alipay. Seiten, die Gebühren verlangen, sind nicht offiziell. Papierkarten und Automaten an den Grenzen gibt es weiterhin. Die Schritte erklärt unser Beitrag zur Ankunftskarte.
Mit der 240-Stunden-Transitregelung dürfen Reisende aus 57 Staaten, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, bis zu 10 Tage in erlaubten Gebieten bleiben, wenn sie in einen dritten Staat oder ein drittes Gebiet weiterreisen. Die Voraussetzungen: gewöhnlicher Reisepass und ein Weiterreiseticket mit bestätigtem Platz und Datum. Die Einreise ist über 65 benannte Häfen in 24 Provinz- und Regionseinheiten möglich. Arbeit, Studium und Nachrichtenberichterstattung brauchen weiterhin ein Visum.
Für Zahlungen gelten feste Grenzen. Die chinesische Botschaft in Großbritannien nennt für Reisende aus dem Ausland 5.000 US-Dollar pro Einzelzahlung und 50.000 US-Dollar pro Jahr. WeChat Pay lässt sich mit einer internationalen Karte und dem Reisepass einrichten. Eine chinesische Handynummer ist dafür nicht nötig, eine internationale Nummer für SMS genügt. Einzelzahlungen unter 200 RMB sind gebührenfrei, darüber fallen 3 % an. Die Limits liegen bei 6.500 RMB je Transaktion, 50.000 RMB pro Monat und 65.000 RMB pro Jahr. Rote Umschläge und Überweisungen sind mit ausländischen Karten nicht möglich. Für Alipay gelten eigene Bedingungen, die Sie vor der Reise prüfen sollten.
Stand der Regeln am 18. Oktober 2026:
| Thema | Fakt | Quelle | Geprüft am |
|---|---|---|---|
| Visumfreie Einreise | Bis 24:00 Uhr am 31. Dezember 2026, höchstens 30 Tage | Visastelle-Mitteilung vom 26.08.2026 | 2026-10-18 |
| Verlängerung | Zum Stand 18.10.2026 nicht angekündigt | Offizielle Mitteilung prüfen | 2026-10-18 |
| Zählung der Aufenthaltstage | 30 aufeinanderfolgende Kalendertage ab dem Folgetag der Einreise | Shanghaier Regierungs-FAQ | 2026-10-18 |
| 240-Stunden-Transit | 57 Staaten, 65 Häfen, höchstens 10 Tage, Tibet, Gansu und Xinjiang ausgenommen | NIA-Seite vom 20.08.2026 | 2026-10-18 |
| Online-Ankunftskarte | Kostenlos, Start 20.11.2025 | NIA-Mitteilung vom 05.12.2025 | 2026-10-18 |
| Verbotene Stadt | Nur mit Reservierung, keine Tagestickets, montags geschlossen, 40.000 Besucher pro Tag | Ticketseite des Palastmuseums | 2026-10-18 |
| WeChat Pay mit internationaler Karte | 3 % Gebühr über 200 RMB, Limit 6.500 RMB je Transaktion | WeChat Hilfecenter | 2026-10-18 |
| Mobile-Payment-Limit für Ausländer | 5.000 US-Dollar je Zahlung, 50.000 US-Dollar pro Jahr | Chinesische Botschaft UK | 2026-10-18 |
| Zugbuchung | Offizielle Seite 12306 mit englischer Oberfläche | China Railway 12306 | 2026-10-18 |
Individuell reisen: Independent oder Private Guided?
Independent heißt: LocalKey plant und bucht Ihre Reise, ein Guide ist nicht dabei. Private Guided heißt: Sie reisen mit einem privaten Guide und einem Fahrer. Beide Varianten ergeben eine individuelle Route, unterscheiden sich aber im Begleitumfang.
Dieser Beitrag behandelt individuelle Reisen. Gruppenangebote sind hier kein Thema.
Ein Guide lohnt sich an Orten mit viel Kontext und Organisation. Das gilt für die Verbotene Stadt, die Terrakotta-Armee und die Große Mauer. An Tagen mit mehreren Stationen, Transfers oder spürbaren Sprachbarrieren nehmen Guide und Fahrer viel Organisation ab. In Städten mit wenig Organisationsaufwand, etwa an einem freien Tag in Chengdu oder bei einem Spaziergang durch Shanghai, reicht meist Independent.
Eine sinnvolle Mischung sieht so aus: Private Guided an den drei komplexen Stätten, Independent für Transfers, freie Tage und Essen. So bleibt der Großteil der Route in Ihrer Hand, und die Tage mit dem meisten Vorwissen übernimmt der Guide.
Welche Reisezeit passt zur Rundreise?
Frühling und Herbst eignen sich aus unserer Beratung gut für eine Rundreise, weil die Nachfrage rund um die großen Feiertage meist höher ist. Wir raten, diese Schulterzeiten als Richtwert zu nutzen.
Vermeiden Sie möglichst die Feiertage: die Goldene Woche ab dem 1. Oktober, das Frühlingsfest und den Maifeiertag. Diese Zeiten sind für Andrang und höhere Nachfrage bekannt, Züge und Sehenswürdigkeiten sind dann oft voll. Planen Sie in diesen Wochen mehr Vorlauf ein.
Auch das Wetter unterscheidet sich stark zwischen Beijing, Xi'an, Chengdu und Shanghai. Packen Sie deshalb Schichten statt einer einzigen Jacke ein.
Zug oder Inlandsflug?
Für die klassische Route empfehlen wir den Schnellzug zwischen den Hauptstationen. Inlandsflüge bieten sich vor allem für Umwege wie Yunnan an, wenn die Zugverbindung nicht passt.
Die offizielle Buchungsseite 12306 der China Railway hat eine englische Oberfläche. Dort prüfen Sie Verbindungen, Abfahrtsorte und Platzangebote selbst. Wir nennen hier bewusst keine Fahrzeiten, Preise oder Buchungsfristen. Die aktuellen Angaben stehen auf 12306 und können sich ändern.
Halten Sie Ihren Reisepass bei Zugfahrten griffbereit. Planen Sie zwischen Zug, Flug und Transfer genügend Puffer ein, besonders an Tagen mit Stationswechsel.
Was bestimmt die Kosten einer China-Rundreise?
Die Kosten hängen von der Anreise nach China, dem Unterkunftsstandard, der Zugklasse oder Flugverbindung, den Eintrittsgeldern der Stätten, den Guide-Tagen und den Zahlungsgebühren ab. Konkrete Beträge nennen wir in diesem Beitrag nicht. Die Übersicht nach Kostenblöcken finden Sie auf der Kostenseite zur China-Reise 2026.
Einen Kostenpunkt sollten Sie nicht unterschätzen: Bargeld. Als Empfehlung von LocalKey gilt, für den ersten Tag RMB 500–1.000 in bar mitzuführen, falls Karte oder App am Anfang nicht sofort funktionieren. Das ist unser Rat, keine offizielle Vorgabe. Mehr dazu im Beitrag zum ersten Tag bei Independent.
Guide-Tage sind ein Kostenblock neben anderen. Wenn Sie nur an drei Stätten einen Guide buchen, bleibt der Rest der Reise günstiger planbar. Ob sich das für Sie lohnt, hängt von Ihrem Vorwissen und Ihrem Tempo ab.
Welche Fragen stellen sich bei der China-Rundreise?
Die fünf Fragen unten betreffen Visum, Verlängerung, Ankunftskarte, Tickets und Zahlung. Die Antworten beziehen sich auf den Stand vom 18. Oktober 2026.
Gilt die visumfreie Einreise auch nach dem 31. Dezember 2026?
Zum Stand 18. Oktober 2026 war keine Verlängerung über den 31. Dezember 2026 hinaus angekündigt. Prüfen Sie die offizielle Mitteilung kurz vor der Buchung, bevor Sie Flüge und Unterkünfte festlegen.
Was ist, wenn ich länger als 30 Tage bleiben möchte?
Beantragen Sie in dem Fall vor der Reise ein Visum bei einer Botschaft oder einem Konsulat. Nach der Einreise können Sie mit ausreichendem Grund eine Aufenthaltserlaubnis bei der Ein- und Ausreisebehörde der öffentlichen Sicherheit beantragen. Das ist kein Regelfall.
Ist die Online-Ankunftskarte kostenlos?
Ja, der Online-Dienst der NIA für Ausländer ist kostenlos. Nutzen Sie offizielle Kanäle und meiden Sie Seiten, die Gebühren verlangen. Die Schritte erklärt die Anleitung zur Ankunftskarte.
Brauche ich für die Verbotene Stadt ein Ticket am Eingang?
Nein, es gibt keine Tagestickets. Reservieren Sie vorab mit Ihrem Reisepass. Tickets öffnen sieben Tage vor dem Besuch um 20:00 Uhr, pro Ausweis gilt ein Ticket pro Tag, und der Originalreisepass muss am Meridian Gate vorliegen.
Kann ich mit WeChat Pay und einer deutschen Karte bezahlen?
Ja, WeChat Pay lässt sich mit einer internationalen Karte und dem Reisepass einrichten, ohne chinesische Handynummer. Beachten Sie die Gebühr von 3 % über 200 RMB, die Limits pro Transaktion, Monat und Jahr und dass rote Umschläge und Überweisungen mit ausländischen Karten nicht funktionieren.
Nächster Schritt: Route passend zu Ihrer Reise festlegen
Starten Sie mit dem Reiseplaner und vergleichen Sie danach die Routen-Ideen. Prüfen Sie mit der Liste der visumfreien Länder, ob Pass und Reisezweck passen. Wenn Sie an einzelnen Tagen einen Guide möchten, finden Sie die Optionen für Private Guided.
Quellen
- Visastelle China: Mitteilung zur einseitigen Visumfreiheit — verified_on 2026-10-18
- Shanghai Government: Visumfreie Politik (FAQ) — verified_on 2026-10-18
- NIA: 240-Stunden-Transitregelung — verified_on 2026-10-18
- NIA: Online-Ankunftskarte — verified_on 2026-10-18
- NIA: Ankunftskarte-Dienst (offizielles Portal) — verified_on 2026-10-18
- Palastmuseum Beijing: Ticketbuchung — verified_on 2026-10-18
- Chinesische Botschaft Großbritannien: Mobile-Payment-Limits — verified_on 2026-10-18
- WeChat Hilfecenter: WeChat Pay mit internationalen Karten — verified_on 2026-10-18
- China Railway 12306: Offizielle Buchung (englisch) — verified_on 2026-10-18


